Tweet, Twitter, “ich geh mal pullern”


Published on Mai 6th, 2008

Twitter zu erklären, haben schon andere versucht. Da muss ich mich nicht jetzt auch noch dran verkünsteln. Aber ich twittere auch und es macht irgendwie Spass und Sinn. Twitter ist für mich wie Radio ohne Musik - naja, manchmal auch mit Musik, denn darüber kam auch gestern die Meldung von Nine Inch Nails rein, die ihre neues Album unter die Creative Commons Lizenz gestellt haben und online zum Download anbieten.

Ja, ein bisschen wie Radio. Denn man bekommt recht gut mit, was so passiert und mit was Bekannte und Freunde so beschäftigt sind den ganzen langen Tag. Loic Le Meur geht es wohl ähnlich. Allerdings ist seine Twitterumgebung um eine Größenordnung mächtiger als mein kleines Twitterland. Neben Twitter beschäftigt ihn auch Facebook, er nutzt FriendFeed und natürlich promotet er auch sein neues Video-Startup Seesmic über die ganzen Kanäle. Für ihn ist Twitter und auch die anderen Social Networks zu einem Werkzeug geworden, mit dem er seine Anhänger direkt erreicht:

This morning I noticed that 224 of my 4359 Facebook friends were online and I could talk to them in chat. Fascinating that I could talk to any of them right at this second I thought. This started a conversation on Twitter (link) and Friendfeed (link), so I thought it was worth a blog post and a video. I also started a video conversation about it on Seesmic. [...] I do not see my friends as “fans” but more as people I can learn from and talk with.

Für Loic findet auf allen Kanälen Gespräche statt. Und er nutzt das Netz zu seinem Vorteil. Dass dabei auch Stress aufkommen könnte ich klar. Aber wer sagt, dass alles gelesen und beantwortet werden muss. Social Networks wie Twitter haben mittlerweile Blogs bis zu einem gewissen Grad abgelöst bzw. sind dabei die 99% an Noice zu reduzieren und helfen damit den Blogs wieder zu mehr Inhalten. Ist das wirklich so? Ich weiss es nicht, aber zumindest findet recht viel Noise auf Twitter statt. Sicherlich muss man lernen, das zu übergehen.

Twitter lesen, ist wie die Zeitung nach Schlagzeilen abzuscannen, die einen wirklich interessieren. Denn immer wieder finden auf Twitter auch spannende Dinge statt. Und mittlerweile gibt es auch Twitter-Kritiker, die eine Medienlesen machen. Es ist herrlich, dass man nicht alles Ernst nehmen muss und sich an solchen Dingen erfreuen kann. Wirken Sie doch wie Kabarett und sind alle mal besser als Privatfernsehen.


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